Monatsrückblick Juni 2021: Endlich wieder echte soziale Kontakte!

9 Jul 2021 | Rückblick

Der Juni 2021 war in diesem Jahr auf vielen Ebenen etwas Besonderes. Nicht nur, dass die Bestimmungen gelockert wurden und mein soziales Leben endlich wieder Fahrt aufnehmen konnte. Sondern auch, weil es ähnlich wie im Mai zuvor auch in diesem Monat viele „erste Male“ gab. Ich habe viele besondere Erlebnisse gehabt, die ich hier gerne mit euch teilen möchte, zumindest großteils. Denn nicht beschrieben sind darin die vielen Stunden Arbeit online und am Schreibtisch im normalen Arbeitsalltag und auch nicht die vielen Stunden Datenerhebungen und Auswertungen mit SPSS und Excel, Besprechungen und vertrauliche Meetings und Moderationen. Eh klar, das wäre ja auch langweilig 😉

Endlich wieder echte soziale Kontakte

Ich war während der gesamten Pandemie sehr bedacht darauf weder mich noch meine Mitmenschen unnötig zu gefährden. Ich habe meine Kontakte in den letzten 1,5 Jahren auf ein Minimum reduziert. Termine in Unternehmen habe ich vorwiegend online wahrgenommen und auch kaum Freunde live getroffen. Der Sport fand zuhause oder allein im Park statt, ich bin nicht gereist. Dem entsprechend konnte ich den Tag kaum erwarten, an dem in Österreich die Bestimmungen gelockert würden. Und im Juni war es dann – nach ersten zaghaften Lockerungen im Mai – endlich soweit. Zudem hatte ich nach meiner ersten Impfung Ende Mai dann Mitte Juni auch den ersten sicheren Schutz vorzuweisen, als Zusatz zu all den PCR-Gurgeltests, die wir hier in Wien kostenlos mehrmals wöchentlich zuhause machen können. Also konnte ich mich endlich guten Gewissens wieder unter Menschen begeben. Übrigens etwas, das ich erst wieder lernen musste: Smalltalk, mit vielen Menschen zugleich interagieren… ging euch das auch so?

Essengehen: Ein sozialer und geschmacklicher Genuss-Luxus

Endlich war es wieder möglich mit Freunden essen zu gehen, das „Running Curry“ ist eine Tagesaufgabe, aber eine leckere und mein absoluter Geheimtipp, den ich gern weitergebe. Ich selbst habe es durch meine Freund:innen Julia und Martin kennengelernt. Ein entspannter 4-Stunden-Mini-Portions-Vielfalts-Genuss-Samstag mit Speisen der authentischen Küche Sri Lankas mitten in Wien. Dazu noch bei bestem Wetter und verknüpft mit einem lang ersehnten Wiedersehen mit Julia und Martin. Einfach wundervoll. Leider haben wir vor lauter Genuss vergessen Fotos zu machen. Das war der Start für viele folgende Café und Restaurantbesuche. Denn ab da habe ich dann auch wieder begonnen der Wiener Caféhaus-Kultur den gebührenden Platz in meinen Wochen einzuräumen. Das hat mir wirklich gefehlt. Schön, dass das wieder möglich ist.

Die Samba Batucada Proben gehen weiter

Natürlich haben auch wieder Proben von meiner Sambaschule Baturim stattgefunden. Das Trommeln hat mir glaube ich mit am meisten gefehlt im letzten halben Jahr. Jede Woche ein paar Stunden Musik mit vielen anderen wunderbaren Menschen, sich bewegen, lachen, tanzen, das Leben feiern. Das ist ein wichtiger Bestandteil meines Batterie-Aufladens in arbeitsreichen und herausfordernden Zeiten. Dass es das eine so lange Zeit nicht mehr gab, habe ich energietechnisch tatsächlich sehr gemerkt. Es hat was gefehlt. Gut, dass das wieder zurück ist und nun hoffentlich bleibt 🙂 Auch hier wieder gibt es kein aktuelles Foto. Aber da ich das schon seit 9 Jahren mache, bekommt ihr hier ein älteres Foto. Nicht von einer Probe (da entstehen meist unterbelichtete Fotos die nicht so viel zeigen), dafür von einer der letzten Shows vor Corona im Frühjahr 2020. So bekommt ihr zumindest einen Eindruck davon, wie es ist wenn wir nach vielen Proben auftreten. Ich bin ganz hinten rechts mit der großen Trommel und dem langen Zopf. Seit letztem Jahr übe ich auch das Tanzen, bei dem Auftritt den ihr hier seht, ist übrigens auch mein Foto von meiner Über-Mich-Seite als Tänzerin entstanden (s. Abschnitt „Was nur wenige über mich wissen“).

Bild von SamBrazilShow

Jetzt wo die Proben wieder möglich sind, wer weiß, vielleicht kommen auch bald wieder Shows. Erstmal werde ich am 15.8.2021 in Berlin beim „Karneval der Kulturen“ mit der wunderbaren, einzigartigen Sambaschule „Sapucaiu no Samba“ trommelnd durchstarten. Darauf freue ich mich schon riesig, auch wenn es dieses Jahr im August statt zu Pfingsten ist und nur in einem vergleichsweisen Mini-Format stattfinden wird.

Die wertvolle Stimmenzeit genießen

Weiterhin habe ich wöchentlich mein Stimmtraining bei der wundervollen Svenja Schreiber, die nicht nur eine wunderbare Musikerin sondern auch eine Hundecoachin ist und mit der ich meine Stimme u.a. auch im Gesang erkunden darf. In jeder Stunde darf ich hier noch mehr über mich erfahren. Hier gibt es meistens keine Fotos, das zieht sich ein wenig durch all die Erlebnisse, in denen ich ganz stark im Hier und Jetzt bin und die auch ein Stück weit sehr persönlich sind. Heute hatte ich aber wieder Unterricht und teile mit euch hier gerne ein Foto vom Singen. Irgendwann gibt es bestimmt auch mal ein Video. Aber das dauert noch etwas.

Auf Instagram hatte ich beim Schreiben dieses Rückblicks den Denk-Impuls geposted, welche Titelmusik euer letzter Monat wohl hatte. Meine Titelmusik vom Juni wäre wohl eine Mischung von Rolling in the Deep von Adele (weil ich davon am häufigsten einen Ohrwurm hatte, da ich den Song grad einstudiere) und ZAZ Que vendrá 🙂 weil es zu meiner aktuellen Lebenslage passt.

In Wien auf die Regenbogenparade

Ich hatte es ja schon fast nicht mehr für möglich gehalten, aber tatsächlich! In Wien fand dieses Jahr endlich wieder die Regenbogenparade statt! Mit viel Abstand, bunten Masken und einigen meiner liebsten Menschen (alle geimpft und getestet) bin ich gemeinsam mit vielen anderen für mehr Vielfalt, Gleichberechtigung, Chancengerechtigkeit und gegen Diskriminierung auf die Straße gegangen. Das tat wirklich gut nach all dem was in Wien in diesem Jahr allein rund um Femizide los ist und auch was in den Nachbarstaaten in Europa gerade passiert (insbesondere in Polen und Ungarn). Endlich mit vielen anderen gemeinsam auf der Straße die Stimme für eine bessere Welt erheben zu können war sehr bewegend (ja, ich habe vor Freude ein paar Tränen vergossen, die Energie war einfach unglaublich). Und nach der Parade die Abkühlung im Brunnen im Rathaus-Park war auch nicht zu verachten.

Zaubershow von meinem lieben Freund Paul Sommersguter

Am 30.6.2021 wollte ich gemeinsam mit meinem Freund und der ganzen Trommelgruppe zur Show „Handmade“ von Paul Sommersguter und endlich mal wieder Kunst erleben. Leider gab es nach einer reisigen Hitzewelle in Wien genau an diesem Abend, just zur Showzeit ein Unwetter: Sturm, Regen und Gewitter. Das ist natürlich für Open-Air Shows auf der Praterbühne wenig optimal. So wurde die Show leider abgesagt und stattdessen waren wir Essen. Sobald es einen Ersatztermin gibt, sind wir schon auf dem Weg. Denn diese Show ist wirklich zu empfehlen. Wer Zauberkunst mag und gerne lacht ist bei Paul an der richtigen Adresse.

Foto 1 aus der Show Handmade, geposted von Michaela Taberhofer Agentur, von der Facebook Seite von Paul Sommersguter. Flyer von der Homepage von Paul Sommersguter.

Beruflich geht es glücklicherweise wieder mehr weg vom Computer und rein ins „echte“ (Er)Leben

Ich habe mich vor einigen Jahren aus verschiedenen Gründen bewusst für den Beruf Unternehmensberaterin, Trainerin und Coachin entschieden. Natürlich weil es mich fachlich reizt und es mir einfach liegt und Spaß macht. Aber auch, weil ich es liebe mit Menschen gemeinsam zu arbeiten und ein Job am Schreibtisch – wie bspw. zuvor in der Forschung – überhaupt nicht meinem Naturell entspricht. Ein wenig Schreibtischarbeit ist ok, das gehört dazu, ist wichtig. Aber bitte nicht zuviel. Seit Beginn der Pandemie hat sich meine persönlich ideale Balance der Tätigkeiten leider immer mehr gen Schreibtisch verschoben. Natürlich, denn Meetings waren nurmehr virtuell möglich, ebenso wie alles andere. Umso glücklicher war ich, dass im Juni endlich auch mal wieder die andere Waagschale gefüllt wurde: Termine mit Menschen, vor Ort, live, mittendrin. Wie sehr mir das gefehlt hat!

Die erste Vor-Ort-Schulung seit einer gefühlten Ewigkeit

Ich bin neben meiner Selbstständigkeit als Unternehmensberaterin, Coachin und Trainerin auch als Gesunder Betrieb Beraterin für die „Tut gut!“ Gesundheitsvorsorge GmbH in Niederösterreich unterwegs. Hier unterstütze und begleite ich gemeinsam mit 12 weiteren Kolleginnen Betriebe des privaten und öffentlichen Bereichs auf ihrem Weg der betrieblichen Gesundheitsförderung. In den Betrieben selbst sind unsere Ansprechpartner:innen die so genannten Gesundheitsbeauftragten. Für diese Rolle bieten wir jährlich Weiterbildungen an. In diesem Jahr habe ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen Wilma und Andrea das Seminar „Gewinnend kommunizieren im Regelbetrieb“ konzipiert. Lange Zeit war nicht sicher, ob wir es online oder vor Ort abhalten können würden. Letztlich konnten wir es tatsächlich vor Ort durchführen. Endlich wieder ein Training gemeinsam in einem Raum mit den Teilnehmer:innen abzuhalten, trotz Mundschutz und Abstandhalten ein tolles Gefühl, das ich schon sehr vermisst habe im Lock-Down.

Foto von Melanie Berger, Quelle: Homepage „Tut gut!“ Gesundheitsförderungs GmbH

Endlich wieder teilnehmende Beobachtungen außerhalb der virtuellen Welt

Eine zentrale Tätigkeit von mir ist neben Coaching und Training auch die Evaluation und Prozessberatung. Aktuell evaluiere ich 3 Förderprojekte im Auftrag des „Institut für systemische Organisationsforschung“. Darunter seit 2 Jahren die Projekte „Achtsamer 8.“ und „Fitte Wadl – Fitte Umwelt“.

Bei Evaluationen ist die Erhebung von Daten wesentlich, die als Basis für Analysen des Status-Quo und mögliche Ansatzpunkte für die Zukunft dienen. Neben Fragebögen sind für mich insbesondere qualitative Erhebungen zentral für den Erkenntnisgewinn. Insbesondere bei der Frage, wie bestimmte Aktivitäten von den Zielgruppen angenommen werden und welche Wirkung die Maßnahmen erzielen oder auch welches Optimierungspotenzial es noch gibt. Hier führe ich oft leitfadengestützte Interviews durch, aber am Liebsten sind mir die teilnehmenden Beobachtungen. Dabei kann ich die Dynamik des Geschehens vor Ort beobachten und dokumentieren. Ich kann Rückmeldungen und Reflexionen von unterschiedlichsten (sonst softmals schwer zugänglichen) Akteur:innen direkt einholen, kurze Interviews führen und einfach ins Feld eintauchen. Diese Erkenntnisse unterfüttern die Zahlen und Grafiken aus quantiativen Erhebungen und ermöglichen ein ganzheitliches Ergebnis und Reflexionen.

Während Corona sind zwar alle geförderten Projekte weitergelaufen, aber natürlich war auch hier alles auf virtuelle Formate begrenzt. Somit fiel ein für mich sonst sehr zentrales Momentum der Erhebungen in der Evaluation aus. Das wurde im Juni endlich anders. Wer meinen 12 von 12 Blogartikel am 12. Juni gelesen hat oder den Tag auf Instagram mitverfolgte, der war live bei einem ganzen Tag im Zeichen teilnehmender Beobachtung dabei. Und auch im Rahmen des Mobilitätsfrühstücks am BioCenter im Projekt „Fitte Wadl – Fitte Umwelt“ der FH Campus Wien konnte ich ebenfalls endlich wieder vor Ort Daten erheben. Da wurde direkt nochmal ganz deutlich, wie wenig das Virtuelle – wenngleich es toll ist diese Möglichkeit zu haben – ein Ersatz für das live Erleben und Arbeiten ist.

Umso mehr genieße ich gerade jeden Live-Termin, sei es ein Abschlussfest eines betrieblichen Gesundheitsförderungsprojekt, wie das vom Autohaus Schmuck oder auch Erhebungen wie die soeben dargestellten. Ein tolles weiteres „erstes Mal seit Ewigkeiten“ war auch einTag, den ich gemeinsam mit meiner Kollegin Bianca Engelmann aus Deutschland der Konzeption eines Trainings gewidmet habe. Live, vor Ort, in meinem Büro in Wien, gemeinsam. Und OHNE Computer, nur mit Flipchart. Einfach spitze.

Seit Juni bin ich außerdem Mitglied im Hypnosystemischen Forum Austria und hatte hier auch meinen ersten Forumstag. Auch das: Ein Highlight! Ich hatte schon fast vergessen wie es sich anfühlt neue Kolleg:innen aus der eigenen Branche kennenzulernen und sich fachlich und menschlich auszutauschen. So wohltuend, einfach fein.

Was sonst noch los war im Juni 2021

  • Erneut live hat außerdem das 3. Modul des Lehrgagns „PsychoLOGISCHes Training“ bei der wunderbaren Christine Hoffmann stattgefunden. In diesem Lehrgang verfeinere ich derzeit meine didaktischen Kompetenzen und entwickle aktuell in Kooperation mit verschiedenen Kolleg:innen unterschiedliche Trainings, die in Zukunft stattfinden werden. Formate: Online und offline, halbtags bis Wochenseminar. Ihr dürft gespannt sein, da steht einiges Neues in den Startlöchern. Natürlich werde ich das alles hier auf der Homepage ankündigen, sobald es konkret wird. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns dann ja bei dem einen oder anderen meiner Trainings.
  • Außerdem fand auch das 2. Modul der Feuerstein-Masterclass statt, während dem ich mein Mindset noch mehr in Richtung erwünschter Zukunft schärfen konnte.
  • Weiters habe ich an der FGÖ-Gesundheitsförderungskonferenz online teilgenommen und konnte mich zum Thema „Gesund bleiben! Aus FGÖ-Initiativen für die Zukunft lernen“ mit anderen Kolleg:innen austauschen und tollen Vorträgen lauschen.
  • Ich habe an „Choose Your Business Style“ von Lena Busch teilgenommen, ebenfalls um mein Business noch konkreter zu gestalten.
  • Außerdem ging TheBlogBang zuende und ich habe beschlossen in TheContentSociety mutig weiterzubloggen. Mal schauen, was im kommenden Jahr ab jetzt alles passieren wird. Den Startpunkt markierte ein Interview, das Judith Sympatexter Peters mit mir geführt hat.
  • Ich habe meinen allerersten Rant geschrieben zum Thema Femizide, das mich sehr beschäftigt und das ich in die Welt trage, weil hier dringend etwas passieren muss. Frauenhass geht uns alle an!
  • Ich habe das erste Mal bei 12 von 12 teilgenommen und es hat Spaß gemacht! Am 12. Juli gebe ich euch dann wieder einen Einblick in meinen Tag mit 12 Fotos.
  • Ich habe mich von Nicole Borho inspirieren lassen und mittels einer Trance mein Krafttier gesucht, gefunden und sie hat es für mich in wunderbaren Kissen verewigt.

Wenn ich mir den Artikel jetzt so ansehe ist im Juni neben den Standards im Arbeitsalltag echt viel passiert! Wahnsinn, das war mir nicht so bewusst vorher.

Und das wartet u.a. im Juli 2021 auf mich…

  • Die 2. Corona-Schutzimpfung direkt zu Beginn am 2.7.21
  • Co-Trainerin von Christine Hoffmann bei dem Workshop „Ich als Unternehmerin“ für Coaches und Trainerinnen in Wien (P.s.: noch Restplätze!).
  • Viele weitere Blogartikel und Posts sowie Homepage-Erweiterungen, u.a. auch ein Fotoshooting.
  • Mein Jahresurlaub startet: Seele baumeln lassen, Kraftspeicher auffüllen und so gut wie nie online sein 😉

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