Ambivalenzen sind natürlich und das Seiten-Modell hilft, sie für sich gut zu lösen

26 Mrz 2022 | Coachingthemen

Wer kennt es nicht: Wir haben ein Ziel oder einen Wunsch, etwas das uns persönlich wirklich wichtig ist. Und just in dem Moment, zeigt sich neben der Seite die alles geben möchte, um das Ziel zu erreichen auch die Seite, die uns daran zweifeln lässt. Eine Seite, die weniger mutig oder zuversichtlich scheint und lieber alles genau so behalten möchte, wie es derzeit ist. Oder auch eine Seite, die findet, wir sind noch nicht so weit und müssten noch dieses und jenes tun, bevor es weitergehen „darf“. Manchmal auch eine Seite, die ganz direkt meint, das sei alles Blödsinn und solche Wünsche und Ziele können wir mit Sicherheit niemals erreichen und außerdem hätten andere Menschen es viel mehr verdient. (Ein Tipp: Meistens hat es was zu tun mit Sätzen die „eigentlich möchte ich, aber…“enthalten.)

Ambivalenzen? Keep calm and relax

Mit solchen Zweifeln und Ambivalenzen bist Du nicht allein. Sie sind ganz normal und tauchen bei jedem Menschen auf. Insbesondere dann, wenn wir uns mit dem befassen, was uns besonders wichtig ist – wie bspw. Herzensthemen. Nun könnten wir einfach auf das hören, was diese Seite uns sagt. Also aufhören, unsere Herzensthemen, Wünsche und Träume weiterzuverfolgen. Und Punkt. Hm…. aber so richtig befriedigend ist das nicht. Also, welche Möglichkeiten gibt es noch?

Der logische Grund hinter dem Auftauchen der ambivalenten Seiten

Als Erstes, lass uns erst verstehen, was diese Seiten möchten, wenn sie sich melden. Denn – ob Du es glaubst oder nicht – sie haben einen logischen Grund sich zu melden. Dahinter stecken Deine Bedürfnisse, die sich melden und für die sie ein Sprachrohr bieten. So verrückt es vielleicht wirken mag, aber: sie wollen für Dich nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil. Sie zeigen Dir auf, welche Deiner Bedürfnisse von der Entscheidung betroffen sind, wo sich evtl. Änderungen vollziehen werden und zeigen Dir gleichzeitig auch, was Dir jetzt gerade wichtig ist. Das Ding ist nur: Wir haben oftmals im Verlaufe des Lebens verlernt, wie wir mit diesen Seiten in einen konstruktiven Austausch treten. Aber das heißt nicht, dass es unmöglich ist.

Das SEITEN Modell als ein Rahmen für einen inneren Dialog

Es ist auch nicht so, nur weil wir länger nicht mehr in bewussten Kontakt mit verschiedenen inneren Seiten getreten sind, dass wir lange Zeit benötigen, um diesen Kontakt wieder aufzunehmen. Es ist ein wenig wie Fahrrad fahren oder alles andere, was wir einmal gelernt haben und jederzeit wieder abrufen können. Die Schwierigkeit liegt hier meist eher in der Frage, wie wir es anfangen sollen. Ein wenig vielleicht, wie das Gefühl, wenn wir uns wieder einmal bei jemandem melden möchten und schon lange keinen aktiven Kontakt hatten. Hier scheint uns der erste Schritt, wie das Erklimmen einer Felswand. Bis wir ihn gehen. Dann stellt sich diese Wand als Illusion heraus und es ist eigentlich ganz leicht.

Hier bietet das Seiten-Modell einen Rahmen, mit dem es ganz leicht gelingen kann, den Kontakt zu den eigenen Seiten wieder herzustellen. Und so auch den Dialog mit der inneren Stimme, dem eigenen Bauchgefühl wieder zu reaktivieren.

Und so funktioniert es

Zentrales Um und Auf ist beim Seiten-Modell, sich die jeweiligen ambivalenten Seiten bewusst zu machen. Erst dann ist es möglich, sie neugierig zu erkunden und zu entdecken, welche Bedürfnisse dahinterstehen. Nachzuschauen, auf welche Erfahrungen sie zurückgreifen und welchen guten Hinweis sie Dir mit ihrem Auftauchen geben möchten. D.h. beim Seiten-Modell gehen wir davon aus, dass die Seiten in „ihrer Logik“ einen sehr guten Grund haben vorzukommen. Und, dass sie nichts negativ möchten. Mit dieser Haltung kann es gelingen, ihre „Perspektive“ zu verstehen. So lernen wir etwas über uns selbst und machen uns oftmals Dinge bewusst, die wir bisher nicht wahrgenommen haben. Und noch viel besser: Sobald wir diesen Kontakt hergestellt haben, können wir die Beziehung zu den Seiten und zwischen den Seiten beeinflussen.

Vielleicht hört es sich etwas sehr weit hergeholt an. Aber ich garantiere Dir – wenn Du Dich darauf einlässt –  dann ist diese Methode eine Möglichkeit große Blockaden zu lösen. Außerdem ist es ein Vorgehen, das wiederholt werden kann. So kann auch die eigene Weiterentwicklung und alle zukünftigen Weiterentwicklungen zusätzlich unterstützt werden.

Ist diese Methode was für mich?

Falls diese Methode neu für Dich ist, dann ist es jedenfalls ratsam sie mit einer*einem hypnosystemischen Coach mindestens ein Mal gemeinsam zu machen. Dann weißt Du, ob es für Dich etwas bewirkt, ob es sich gut anfühlt, Du Dich wohlgefühlt hast und ob Du Deine Ambivalenzen lösen konntest. Generell ist es nichts anderes, als in die Ambivalenzen auch Dein Unbewusstes mit einzubeziehen. Zusätzlich zu den rationalen Überlegungen auch Dein Erfahrungsnetzwerk mit einzubeziehen. Mit dieser Methode geht fast wie von selbst. Wenn Du so was mal ausprobieren magst, melde Dich gerne bei mir. Ich verspreche Dir: Es lohnt sich!

 

 

 

 

 

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